ambulante Sterbebegleitung
Kinder begegnen dem Tod im Laufe ihrer Entwicklung in vielerlei
Gestalt: Sie sehen ein totes Tier am Straßenrand, oder es stirbt
ein geliebtes Haustier. Sie hören vom Tod in den Nachrichten oder
erleben den Tod ihrer Großeltern. Kleine und große
Abschiede gehören zum Lebensalltag - auch für Kinder.
Tritt der Tod konkret in das Leben eines Kindes, macht er oft
sprachlos. Deshalb versuchen Erwachsene nicht selten, Kinder vor der
Realität des Todes zu beschützen. Wir können Kinder
jedoch vor diesen leidvollen Erfahrungen nicht bewahren. Im Gegenteil,
es ist unsere Aufgabe, Kindern zu helfen, den Tod als einen
natürlichen Teil des Lebens zu verstehen. Es ist gut und wichtig,
ihnen den Tod begreiflich zu machen und ihnen den nötigen Raum zum
Trauern anzubieten.
Der Umgang mit dem Tod, mit Verlust und Trauer ist deshalb eine pädagogische Herausforderung für all jene, die mit Kindern umgehen: Eltern und Großeltern, Pädagogen und Seelsorger, die mit Kindern arbeiten und alle, die in der Trauer- und Sterbebegleitung engagiert sind.
Der Hospizverein Ahrensburg lädt dazu ein, das Thema Kinder,
Tod und
Trauer aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, um Kinder in
ihrem Trauerverhalten zu verstehen und kindgemäß begleiten
zu können.
Im April und im Mai 2010 gab es beim Hospiz Ahrensburg zu diesem
Themenkreis eine
Weiterbildung.
Referentin war Frau Petra Blümel, Mutter von drei Kindern,
Krankenschwester mit Palliative-Care-Ausbildung.

Aktive Trauer: Kinder bemalen einen Sarg
Sie ist seit 1998 in
der Region Schwansen als Trauerbegleiterin tätig. Ihr Schwerpunkt
ist die Begleitung trauernder Kinder.
Hier können die Texte abgerufen werden:
Manuskript der Veranstaltung "Kindertrauer"
Broschüren zum Thema "Kinder und Trauer"
Begleitendes Gedicht "Wenn jemand stirbt"
Kinder haben einen ganz lebendigen und kreativen
Umgang mit
ihrer Trauer, sie haben oft noch einen ganz natürlichen Zugang zu
den Themen
Sterben, Tod und Trauer. Es kommt ganz wesentlich darauf an, dass wir
Erwachsenen jedes Kind mit seiner Trauer wahrnehmen
und uns
bemühen, dieses Kind in seiner ganz individuellen Trauer zu
begreifen. Wir
müssen lernen, auszuhalten, wenn sich Kinder und Jugendliche in
Krisensituationen befinden, wenn sie traurig, erschüttert und
scheinbar
untröstlich sind. Wir müssen lernen, den Kindern ihre Trauer
zu lassen. Wir
müssen nichts dagegen tun und wir können nichts dagegen tun.
Wir können sie
nicht abschotten, vor dem was geschehen ist, aber wir können sie
sehr wohl
unterstützen in ihrer Trauer, damit sie heil durch diese Erfahrung
hindurch
kommen.
Der Umgang mit trauernden Kindern ist längst kein
ausschließlich familiäres
Thema mehr. In Zeiten, in denen Kinder mitunter den ganzen Tag in
Schulen oder
Kindertagesstätten betreut werden, ist es nötig, dass
trauernde Kinder auch
dort einen angemessenen Raum und eine liebevolle Begleitung im Umgang
mit ihrer
Trauer benötigen.

jedes Kind mit seiner Trauer wahrnehmen